Realität und Traum: Sucht euch eine Bericht aus...

Kategorie: Saison 2008/2009
Erstellt am Sonntag, 07. Februar 2010 20:25
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Februar 2010 20:25
Geschrieben von Birgit Dankert

Wieder eine hohe Niederlage gegen den HVC (14:28)
oder
Wunder geschehen immer wieder(33:19)...

Wieder eine hohe Niederlage gegen den HVC (14:28)

Am Sonntag, den 07. Februar 2010, empfingen wir nach zwei Auswärtsspielen wieder einen Gast, diesmal den HVC. Der Tabellenzweite musste genauso wie wir schon in aller Frühe um 10 Uhr, fast vor dem Aufstehen topfit in der TU-Halle sein. Natürlich hatte niemand von uns das Hinspiel vergessen, was wir ziemlich bitter verloren haben und uns diesem Spiel gespannt entgegen sehen ließ.  Aber nichts desto trotz waren wir entschlossen, ein ordentliches Spiel hinzulegen und zu zeigen, dass wir Handball spielen können. Mit zwölf Spielerinnen war auch genug Auswechslung möglich, obwohl doch die eine oder andere gefehlt hat um den Endstand anders zu gestalten.

In der ersten Halbzeit ist uns unser Vorhaben auch noch einigermaßen gelungen. Die ersten Minuten waren recht ausgeglichen, wir waren sehr konzentriert, konnten sauber in der Abwehr einiges verhindern und den ersten Gegentoren konnten wir auch immer wieder eins entgegensetzen, sodass wir sogar den Gleichstand 8:8 erreichten. Die Mannschaft kämpfte von Anfang an um jeden Ball und spielte sich auch einige richtig gute Möglichkeiten raus, die jedoch von der Torwärterin vor der erfolgreichen Umsetzung zerstört wurden. In den letzten Minuten konnte sich der HVC noch einen Vorsprung von 13:8 erspielen, der auf uns irgendwie ein gutes Gefühl gab, ohne uns was vorzumachen, gegen wen wir hier spielen.

In der Halbzeit machte Martin nochmal deutlich, wie unser Angriff erfolgreicher werden kann und so waren wir mit zwei Anschlusstreffern auch gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit gut dabei, bis wir uns entschieden durch ungenaue Zuspiele mit dem Gegner zu spielen und ihnen dadurch dauernd die Möglichkeit gaben, ihren Vorsprung auszubauen. Auf vier Gegentore brachten wir gerade mal eins zustande, was darin gipfelte, dass wir ab unserem 14. kein weiteres Tor mehr trafen und stattdessen noch sieben vom HVC zu ließen. Schlechte Zuspiele und eine schwächelnde Abwehrleistung unsererseits, dafür aber gut genutzte Gegenkonter bestimmten die letzten 20 Minuten, die vom HVC ohne ein Wimpernzucken ausgiebig genutzt wurden. Am Ende zeigte die Spielanzeige 14:28, ein sehr ernüchterndes Ergebnis, was uns aber nicht die Motivation für das nächste Spiel nehmen sollte. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und mit ein bisschen mehr Glauben an und einer ordentlichen Portion Vertrauen in uns selbst, zeigen wir nächste Woche, dass wir Handball spielen können.

Es spielten für die USG:
Marion Kempf, Paula Fischer, Mercedes Henninger (4), Anne Mauersberger (6/2), Marion Lath, Britt Kolloff (1), Michaela Oehme, Jeannine Erler (1), Stefanie Endler (2), Cindy Müller-Steinfeld, Michaela Kettner, Birgit Dankert
7 m: 2/ 3
Strafen: 2 Verwarnungen

Wunder geschehen immer wieder...

Am Sonntag, den 07. Februar 2010, empfingen wir in der TU-Halle den HVC, der uns noch sehr in Erinnerung durch das Hinspiel war, welches wir Haus hoch verloren hatten. 10.00 Uhr war der Anpfiff, eine Zeit, die man abhängig vom Gegner ausnutzen kann und entweder gewinnt oder das Spiel für sich entscheidet. Obwohl einige Spielgestalter fehlten, hatten wir mit zwölf Spielerinnen Auswechslungspotential, das wir an diesem Tag meisterhaft ausnutzten.

Die erste Halbzeit begann beidseitig gleich stark, für die zwei Mannschaften fielen abwechselnd Tore und unsere Abwehrleistung in diesem Spiel war hervorragend, sodass wir die Torschüsse der Gegner ziemlich einschränken konnten. Nicht verwunderlich, dass wir bereits in der 10. Minute 7:5 gegen den HVC führten. Nach der ersten Halbzeithälfte fingen wir an, das Gegenspiel erheblich zu stören, was die Gegner enorm verunsicherte und uns die Chance gab, zielsicher jeden gewonnenen Ball als Tor zu verwandeln. Abgesehen von einigen 7 Meter durch unsere durchaus hochmotivierte Spielweise gelangen den Spielerinnen vom HVC allen Versuchen zum Trotz keine weiteren Tore. So stand es nach den ersten 30 Minuten Spielzeit für die USG tatsächlich 16:9.

In der Halbzeit konnte Martin eigentlich nichts anderes tun, als an uns zu appellieren, nicht zu hochmütig das Spiel doch noch drehen zu lassen, sondern stattdessen an die bisherige Leistung anzuknüpfen und vielleicht etwas vorsichtiger in Situationen reinzugehen um nicht möglicherweise Unterzahl zu riskieren. Und selten genug setzen wir wirklich um, was vom Trainer gesagt wurde, doch an diesem Tag taten wir es und konnten eine konstante, konzentrierte Leistung bis zum Schluss zeigen. Die 7 Meter-Vergabe drehte sich um, weil der HVC alles versuchte um unsere Spielerinnen zu hindern, weitere Tore zu erzielen. Doch es war niemand zu stoppen, jeder bekam seine Chance und jeder wusste sie auch 100 prozentig zu nutzen, sodass wir durch die Bank weg Torschützinnen zu verzeichnen haben, bis auf zwei, nämlich die Torwärterinnen, für die sich keine Situation ergab, in der sie ein Tor hätten treffen können. Aber auch so sind beide Torwartleistungen zu loben, da beide perfekt parierten und viele Würfe sicher in ihren Händen hielten. Das sagenhafte Spiel endete für uns mit 33: 19.

Gegen unsere Abwehrmauer kam an diesem Sonntag fast niemand an, wir spielten wie Göttinnen und wer an diesem Tag nicht in der TU-Halle war, der wird es sein Leben lang bereuen. Bleibt zu hoffen, dass wir uns jetzt nicht wie Superman vorkommen, für die Flöha nächste Woche schon das erste Kryptonit sein könnte.

Es spielten für die USG:
Marion Kempf, Paula Fischer, Mercedes Henninger (2), Anne Mauersberger (6/2), Marion Lath (3/1), Britt Kolloff (3), Michaela Oehme (4/2), Jeannine Erler (3), Stefanie Endler (4), Cindy Müller-Steinfeld (2), Michaela Kettner (2), Birgit Dankert (4)
7 m: 5/6
Strafen: 4 Verwarnungen, 2 Zeitstrafe