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Mit blauem Auge zum Befreiungsschlag

Nach einer ganz schwachen Leistung in der Vorwoche gegen Lengenfeld war die erste Männermannschaft der USG Chemnitz auf Wiedergutmachung aus. Zu Gast beim direkten Konkurrenten SV Grün-Weiss Niederwiesa sollte endlich der erste Auswärtserfolg der Saison gefeiert werden.

Zu Beginn war bei der USG von diesen Ambitionen jedoch wenig zu sehen. Schnell lag man mit 0:3 hinten und in den ersten fünfzehn Minuten musste man insbesondere in der Abwehr wieder einiges an Lehrgeld bezahlen.

 

Im Angriff fing man sich allerdings recht schnell. Vor allem Malte Schmidt und Paul Flammiger deckten im ersten Durchgang immer wieder die Schwachstellen im Abwehrverbund der Gastgeber auf. Ab Mitte der ersten Hälfte kam dann auch die Defensive inklusive Torhüter besser ins Spiel und so ging man in der 22. Minute durch Battram erstmals in der Partie in Führung (13:14).

Bereits früh deutete sich an, dass das Schirigespann sehr großzügig die Zeitstrafen verteilte und so gab es in der Schlussphase der ersten Hälfte kaum mehr Gleichzahlsituationen auf dem Spielfeld. Die USG kam mit diesem Umstand etwas besser zurecht und konnte bis zur Halbzeitpause eine 19:16 Führung herauswerfen. Besonders sehenswert war dabei Flammigers Kempa-Tor nach einem Pass über das ganze Spielfeld.

Nach Wiederanpfiff gelang es den Gästen zunächst die Führung konstant aufrecht zu erhalten. Ab der 40. Minute sorgte die beste Phase der USG und die mittlerweile deutlichen Vorteile im Torwartduell für einen 3:0 Lauf der Bezirkshauptstädter. Beim 27:21 durch Spielertrainer Böddicker wähnte man sich wohl schon etwas zu früh im sicheren Fahrwasser.

Nach einer Auszeit und daraus resultierender Deckungsumstellung der Grün-Weissen schmolz der Vorsprung der USG im Minutentakt. Im Angriff hielten Hektik und Nervosität Einzug und in der Abwehr unterliefen nun wieder Fehler, welche seit der Anfangsphase nicht mehr zu sehen waren. Den Anschlusstreffer Niederwiesas zum 28:27 konnte Böddicker noch einmal kontern, doch die stark kämpfenden Hausherren steckten nicht auf und kamen in der vorletzten Spielminute zum 29:29 Ausgleich.

Nun musste ein Tor her und Paul Flammiger holte 50 Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter für die USG heraus. Dominik Krumm blieb eiskalt und verwandelte sicher zur neuerlichen Führung. Die Gastgeber hatten jedoch noch Zeit für einen letzten Angriff. Fünfzehn Sekunden vor dem Schlusssignal nahm Niederwiesa die Ausgleichschance aus dem Rückraum wahr, scheiterte aber am USG-Schlussmann.

Am Ende war die Freude über den ersten Auswärtssieg riesengroß, auch wenn man die Schlussphase deutlich cooler hätte gestalten können. Nichtsdestotrotz hat sich die USG mit diesem Sieg wieder etwas besser im Abstiegskampf positioniert. Am kommenden Wochenende steht eine weitere ganz schwere Auswärtsaufgabe in Weissenborn auf dem Programm.

USG: Nowacki, Schulz - Böddicker (5), Schmidt (4), Wrede, Krumm (8/5), Flammiger (6), Müller, Battram (2), Onken (5), Tautenhahn, Bichler

MV: Leonhardt

nu Protokoll: https://hvs-handball.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaDokumentHBDE.woa/wa/nuDokument?dokument=meetingReportHB&meeting=6352679&etag=af06b416-373f-4dc8-9bd5-22ccf59c9294

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