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Serie der ersten reißt am Doppelspieltag - USG noch nicht bereit für den Championsleague-Rhythmus

Die erste Männermannschaft der USG musste am Wochenende innerhalb von knapp 20 Stunden gleich zweimal in der Fremde antreten. Dabei bekam die gute Bilanz des Bezirksmeisters einen doppelten Knacks.

USG vs. TSV Fortschritt Mittweida

Der TSV war lange Zeit schärfster Konkurrent um den Meistertitel. Durch einige überraschende Niederlagen der Mittweidaer in den letzten Wochen war das Nachholspiel bei den Mittelsachsen jedoch nicht mehr von der ganz großen Brisanz geprägt, wie ursprünglich angenommen.

 

Personell zwar nicht auf der ganz letzten Rille, aber doch durch das Fehlen von einigen Leistungsträgern gehandicapt ging die USG in die Partie. Vor allem zu Spielbeginn hatte man Probleme mit der gut eingespielten Rückraumachse der Gastgeber, welche im Kleingruppenspiel mit ihrem Kreisläufer immer wieder zum Erfolg kamen. Im Angriff fehlte der USG häufig noch die zielgerichtete Bewegung Richtung Tor, wobei viele Torwürfe des Meisters zudem am Gebälk der Mittweidaer landeten.

So sah man sich nach ca. 15 Minuten schon mit 7:3 im Rückstand. In der Folge kam man jedoch besser ins Spiel und konnte vor allem über den Kampf die Partie ausgeglichen gestalten. Kurz vor der Pause fiel folgerichtig der 10:10 Ausgleichstreffer für die USG. Ein Gegentor kurz vor der Pausensirene sorgte für einen knappen 10:11 Halbzeitrückstand.

Nach Wiederanpfiff musste man erneut zusehen, wie die mit voller Kapelle auflaufenden Gastgeber sich auf 16:11 absetzen konnten. Spielerisch war bei den Chemnitzern zeitweise viel Sand im Getriebe, die kämpferische Einstellung stimmte jedoch. So konnte sich auch Marcel Pluntke aus unserer Dritten mit einem gehaltenen Siebenmeter sofort positiv auszeichnen. Auch Enrico Rehn aus der Zweiten sorgte für Entlastung.

Beim 22:21 kämpfte man sich wieder auf ein Tor heran und die spielerisch starken Gäste wurden auf einmal nervös. Man suchte nun in der ersten Welle volles Risiko und mehrfach konnte die solide Torhüterleistung mit Tempogegenstößen über die Ausßenspieler Schuster und Onken veredelt werden.

Leider warf man hin und wieder den Gästetorhüter "auf der Flucht" (man kann es wirklich nicht anders beschreiben) an und raubte sich so die Gelegenheit die Schwächephase des TSV im Angriff noch besser zu nutzen. Dieser wusste sich insbesondere über den Achtzehnjährigen Albert Keil im Rückraum wieder zu befreien und fünf Minuten vor Ende erneut mit 25:21 komfortabel in Führung zu gehen.

Doch die USG gab sich nicht auf und verkürzte zum Dritten Mal in der Partie den Rückstand auf ein Mindestmaß. Leider kam der neuerliche Anschlusstreffer zum 26:27 zu spät und der TSV gewann verdient, aufgrund der besseren Spielanlage. Kampf, Einsatz und Herz stimmten jedoch bei der Universitätsgemeinschaft und obwohl man in der Partie nicht unter Zugzwang war, lieferte das Team von Jörg Leonhardt und Florian Metzner, welcher seinen ersten Saisontreffer markierte, einen tollen Fight ab.

USG: Nowacki, Pluntke - Benomar (5), Fischer (3), Flammiger (1), Gomes (3), Krebs (1), Krumm (3/2), Metzner (1/1) Onken (3), Rehn, Schuster (6)

MV: Leonhardt

Siebenmeter:   TSV: 2/4      USG: 3/4

Zeistrafen:       TSV: 4 Min  USG: 12 Min plus eine Disqualifikation

USG vs. HSG Aue/Schneeberg

Auch in Schneeberg konnte der Ausfall mehrerer Akteure dank Unterstützung aus der zweiten Mannschaft aufgefangen werden. Leider verließ die USG auch hier das Parkett nur als zweiter Sieger. Wie schon gegen Mittweida, war im Angriff von Anfang an der Wurm drin. Viele unnötige Ballverluste brachten die Gastgeber zunächst in Front. Da man sich auch in der Abwehr zunächst nicht besonders gut auf die gegnerischen Stärken einstellte, lag man schnell mit 5:9 hinten.

Nach einer Auszeit stand die Deckung besser und der USG gelang es den Vorsprung des Gegners Tor um Tor aufzuholen. Erneut ging es mit einem Treffer Rückstand in die Pause (11:12).

Nach der Pause konnte man zunächst sogar in Führung gehen (16:15). Dennoch zeichnete sich in der Folge ab, dass der USG an diesem Tag die Lockerheit fehlte. Man beschäftigte sich viel zu oft mit dem Gegner, den Schiedsrichtern und der Beschaffenheit des Balles anstatt auf die eigenen Stärken zu vertrauen. Zwar konnte man nach erneutem Drei-Tore-Rückstand noch einmal in Führung gehen (20:21), doch die schon oben beschriebenen Probleme wirkten sich sehr negativ auf das Spiel der Chemnitzer aus.

In der Schlussphase des Spiels war sowohl die USG als auch das Schiedsrichterpaar mit dem Kopf scheinbar stets irgendwo anders. Der individuell gut aufgestellte Gastgeber aus Aue/Schneeberg war Nutznießer und konnten ausgehend vom 22:22 am Ende einen sicher unerwarteten 22:27 Sieg herauswerfen, bei dem sich der Bezirksmeister vor allem in der Schlussphase selbst schlug.

Da wir jedoch in unseren Spielberichten selten auf Schiedsrichterleistungen eingehen muss auch gesagt werden, dass wir uns in den letzten 10 Minuten stark von den Unparteiischen benachteiligt fühlten, vor allem im Bezug auf persönliche Bestrafungen, was zumindest einer der beiden Spielleiter auch nach dem Spiel einräumte. Respekt für soviel Selbsteinsicht!

Nichtsdetotrotz haben die beiden Partien gezeigt, dass die USG momentan nicht in der Lage scheint zwei Spiele an einem Wochenende mit aller personellen, spielerischen und kämpferischen Kraft zu bestreiten.

AUS DIESEM GRUND WERDEN WIR AUF UNSER DURCH DEN BEZIRKSMEISTERTITEL VERBRIEFTES STARTRECHT IN DER CHAMPIONSLEAGUESAISON 2018/19 VERZICHTEN UND LIEBER MIT SOLCHEN SZENARIEN VERTRAUTEN TEAMS DEN VORTRITT LASSEN ;)

In den letzten zwei ausstehenden Spielen möchte man noch einmal zeigen, dass man nicht umsonst den Platz an der Spitze der Tabelle in dieser Spielzeit belegt.

USG: Hussein, Nowacki - Benomar, Flammiger (1), Gomes (3), Herold, Krebs (3), Krumm (3/2), Metzner (2/2), Müller (1), Onken (2), Peters, Schuster (7)

 MV: Leonhardt

Siebenmeter:     HSG: 3/5    USG: 4/6

Zeitstrafen:        HSG: 6 Min USG: 10 Min

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