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Damen holen Punkt nach Berg- und Talfahrt

Mit der USG Chemnitz und der SG Lichtenstein/Oberlungwitz trafen am vergangenem Samstag zwei Mannschaften im Chemnitzer Sportpalast aufeinander, die in letzter Zeit personell wahrlich nicht auf Rosen gebettet waren. Dabei hatte die USG das Glück, dass man sich sportlich und moralisch in dieser Partie mit zwei "Westflüchtlingen" verstärken konnte. Isabell Lohmeier und Hanna Seidel unterstützten die Truppe.

 

Dennoch ging der Start ins Spiel nach hinten los. Die Gäste erhielten zunächst viel zu häufig die Möglichkeit frei abzuschließen und vor allem über die Außenpositionen kassierte man Gegentore. Die eigenen Angriffe spielte man zwar gewohnt kreativ, allerdings ohne die entscheidende Konsequenz. Viel zu oft war die USG im Duell mit der gegnerischen Torfrau nur zweiter Sieger.

Die logische Konsequenz: Schon nach zehn Minuten und einem 2:7 Rückstand sah sich die Chemnitzer Bank zur Auszeit gezwungen. In der Folge wurde man im Deckungsverbund wesentlich stärker, was auch an einer aufmerksamen Martina Wanke im USG-Gehäuse lag. Im Angriff dauerte es jedoch noch ein ganzes Stück, bis man sich für herausgespielte Chancen auch belohnen konnte.

So ging die Aufholjagd nur langsam von statten und man hatte zur Halbzeit immer noch einen 10:12 Rückstand vor sich. Die ersten drei Treffer der zweite Hälfte warfen die Gäste. Danach legte die USG endlich den Schalter um, unterbrach immer wieder die gegnerischen Angriffe und Kreisanspiele und nutzte die konditionellen Vorteile für Tempogegenstöße. Tor um Tor holte die Heimmannschaft somit auf, sündigte dabei jedoch auch mehrfach in der Chancenverwertung.

War es im ersten Durchgang noch der Torhüter, so stellte sich nun das Torgestänge selbst als größter Spielverderber für die Chemnitzerinnen dar. Gut zehn Aluminiumtreffer standen am Ende der Partie zu Buche. Dennoch gelang es der USG ausgehend vom 15:17 mit einem 5:0 Lauf eine 20:17 Führung herauszuwerfen. In den letzten fünf Spielminuten hatte man mehr als einmal die Chance den Sack zu zu machen, scheiterte aber auch in dieser Phase mindestens dreimal freistehend vor dem Tor.

Wie das im Handball so ist, gaben diese Fehlwürfe den Gegnerinnen noch einmal Aufwind, sodass der SG tatsächlich der Ausgleich gelang. 20 Sekunden vor Ende verlor die USG sogar den Ball und gab Lichtenstein die Chance auf den Auswärtssieg, doch Martina Wanke entschärfte den Wurf von der Außenposition und leitete einen letzten Gegenstoß ein, in welchem Katrin Pilz den Ball im Tor unterbrachte,...... allerdings erst kurz nach der Schlusssirene, womit es beim 20:20 Unentschieden blieb.

Angesichts des langen Rückstandes sicherlich ein Punkt mit dem man ganz gut leben kann und den sich auch die Gäste verdient haben. Sieht man sich allerdings die vielen vergebenen Gelegenheiten und das spielerische Übergewicht an, darf man so eine Partie auch gerne gewinnen. Nichts desto Trotz erhält sich die USG eine gute Serie im eigenen Reich und kann nun drei Wochen Kraft für die letzten beiden Partien der Saison tanken in denen man auf den Plätzen 3 bis 6 ins Ziel kommen kann.

USG: Fischer, Stegemann, Wanke - Behnisch (4/3), Dietel (2), Endler, Henniger, Lohmeier (6), Panter (1), Pilz (4), Tschieter (3)

MV: Seidel, Nowacki

Siebenmeter:  USG: 3/5    SGLO: 4/5

Zeitstrafen:     USG: 4 Min SGLO: keine

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