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Lange Gesichter am langen Wochenende

Als Tabellenführer war die erste Mannschaft der USG Chemnitz am vergangenem Samstag nach Plauen zur Oberligareserve des HC Einheit gereist. Doch man war gewarnt, da der HC Einheit zu Hause schon das ein oder andere Ausrufezeichen gesetzt hatte.

Zunächst waren die Bezirkshauptstädter das bessere Team und kamen gut mit der offensiven Deckung der Gastgeber zurecht. Beim 2:6 nach 8 Minuten zwang man Einheit bereits zur ersten Auszeit.

In der Folge blieb die Führung der USG zunächst konstant bei 3-4 Toren. Man hatte jedoch zunehmend Probleme den quirligen Spielgestalter der Spitzenstädter unter Kontrolle zu halten. Da man bereits im ersten Durchgang auch mehrfach in Unterzahl agieren musste, gelang es den Chemnitzern nicht, sich entscheidend abzusetzen.

Zwar wurden die eigenen Chancen gut genutzt und mit 16 Toren belohnt, doch die schwache Defensivleistung getstattete den Gastgebern auch 14 Treffer in Halbzeit 1, was aus USG-Sicht natürlich deutlich zu viel war. Für den zweiten Durchgang hatte man sich daher eine wesentlich bessere Defensivleistung auf die Fahnen geschrieben.

Dies sollte auch gelingen, allerdings ließ dafür die Angriffsleistung eklatant nach. Viel zu überhastet suchte man Abschlüsse aus der zweiten Reihe und auch Gelgenheiten aus der Nahwurfzone wurden entweder über das Tor geworfen oder auf den schon am Boden liegenden Gästekeeper. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Gastgeber beim 20:19 erstmals die Führung übernahmen.

Den ein oder anderen Abwehrschnitzer zum Trotz konnte man den Gegner zumindest immer wieder zu Fehlern im Spielaufbau zwingen. Einzig und allein im Angriff wurde kaum Kapital daraus geschlagen. Nach zwischenzeitlichem 3-Tore Rückstand, gelang es der USG wieder auf 23:23 auszugleichen. Einheit erzielte nochmals die Führung und verlor trotz tatkräftiger Unterstützung der Unparteiischen den Ball kurz vor Spielende noch einmal an die USG, welche mit der Schlusssirene einen zugegeben sehr schmeichelhaften Siebenmeter zugesprochen bekam.

Den Siebenemeter entschärfte der Plauener Schlussmann und sorgte für Jubel bei den Spitzenstädtern .....und für Enttäuschung und Wut bei der USG. Enttäuschung über die dargebotene eigene Leistung, die keinesfalls an das Niveau der letzten Wochen heranreichte. Wut vor allem auch über die Spielleiterleistungen, welche einen rabenschwarzen Tag erwischten (zumindest hofft man das) und in vielen entscheidenden Situationen ihr Regelwissen leider verloren hatten.

Am nächsten Wochenende empfängt man mit der Spielgemeinschaft Aue/Schneeberg einen Aufstiegsfavoriten und muss versuchen wieder an die Leistungen der vorangegangenen Spiele anzuknüpfen, um den Erzgebirgern die Punkte nicht auf dem Silbertablett zu überlassen.

USG: Arendt, Nowacki - Benomar (2), Flammiger (2), Fischer (2), Krebs (3), Krumm (4/2), Onken (4), Schnell (2), Schuster (4)

MV: Leonhardt

 

Siebenmeter: HCE: 1/1    USG: 2/3

Zeistrafen:     HCE: 8 Min  USG: 12 Min

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