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Warum einfach wenn´s auch spannend geht

Die erste Männermannschaft fuhr am vergangenem Samstag mit einem 27:26 gegen den TSV Fortschritt Mittweida den dritten Saisonsieg ein und firmiert zumindest vorerst etwas überraschend in der Spitzengruppe der Bezirksliga. Was sich nach einer engen Kiste anhörte, war lange Zeit eigentlich eine klare Angelegenheit. Am Ende vermasselte man jedoch noch um ein Haar seinen zweiten Heimerfolg.

In der ersten Halbzeit gab die USG wie auch im Großteil der vergangenen Spiele zunächst den Ton an. Eine stabile Abwehr zwang den Gästen immer wieder Würfe aus der Fernwurfzone aus, welche sichere Beute für den Chemnitzer Schlussmann waren. Ansonsten hatte man lediglich mit dem Kreisläuferspiel der Gegner etwas Probleme.

Im Angriff zeigte man sich gut aufgestellt und war von vielen Positionen gefährlich. Insbesondere Benomar übte im ersten Durchgang hohen Druck auf die gegnerische Abwehr aus. Überragend war zudem die Stimmung und der Teamgeist, welchen die Mannschaft von Coach Jörg Leonhardt über die ganze Partie an den Tag legte.

Hätte man den Mittweidaer Keeper etwas weniger häufig einfach angeworfen, wäre eine noch höhere Führung als der 15:10 Pausenstand für die USG möglich gewesen. Nach dem Seitenwechsel drückten die Chemnitzer zunächst weiter aufs Gaspedal. Während sich die personell dünn besetzten Gäste an Abwehr und Torhüter die Zähne ausbissen, kam man selbst über das eigene Umkehrspiel zu einfachen Toren und baute die Führung zwischenzeitlich auf 9 Tore aus.

Zudem spielte eine rote Karte für Mittweida nach einem unabsichtigen aber gefährlichen Einsteigen gegen USG-Flügeflitzer Schuster dem Heimteam zusätzlich in die Karten. Beim 24:17 eine gute Viertelstunde vor Schluss sah alles nach einer Vorentscheidung aus. Umso unerklärlicher, was dann geschah.

Plötzlich lief nichts mehr bei den Chemnitzern. Im Angriff wurde oft überhastet abgeschlossen oder das Kreisanspiel gesucht. Zudem machte sich ein Torwartwechsel bei den Gästen mehr als bezahlt und man scheiterte auch aus aussichtsreichen Positionen mehrfach am starken TSV-Schlussmann.

Mittweida suchte mit vollem Risiko das schnelle Spiel nach vorn und überrumpelte immer wieder die USG Defensive. Auch eine Chemnitzer Auszeit hatte keinen beruhigenden Effekt auf das Spiel der Heimmannschaft und nach einem 0:8 (!!) Lauf sah man sich 5 Minuten vor Schluss plötzlich mit 24:25 in Rückstand. Glücklicherweise fand man gerade noch rechtzeitig in die Spur zurück, konnte mit zwei Toren in Folge wieder in Führung gehen und Luis Gomes brachte nach dem neuerlichen Ausgleich der Gäste seine Mannschaft eine Minute vor Schluss wieder mit 27:26 in Führung.

Im letzten Angriff des stark kämpfenden TSV unterlief diesem von der USG unter Druck gesetzt ein technischer Fehler, sodass es den Chemitzern vergönnt war die letzten Sekunden der Partie von der Uhr zu spielen.

Wie schon in der vergangenen Woche, konnte die Universitätssportgemeinschaft eine klare Führung nicht sicher halten. Dennoch bleibt unter dem Strich eine Ausbeute von 6:2 Punkten und eine sehr gute Stimmung im Team. Die Neuzugänge wurden gut integriert und man möchte versuchen auch in drei Wochen gegen Werdau wieder an die größtenteils starken Leistungen der ersten Partien anzuknüpfen.

USG: Nowacki, Schulz - Benomar (4), Fischer (3), Flammiger, Gomes (4), Gräfe (3), Herold, Krebs, Krumm (6/4), Onken (1), Schlegel, Schuster (6)

MV: Leonhardt, Hoemke, Arendt

 

Siebenmeter: USG: 4/4     TSV: 4/5

Zeitstrafen:    USG: 8 Min   TSV: 2 Min und eine Disqualifikation

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