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Ein Spiel dauert eben 60 Minuten...

...und nicht nur 10. Denn wenn dem so wäre hätten die Mädels der USG einen ziemlichen Fehlsart in die neue Saison hingelegt. Gegen den Vorjahresvizemeister und amtierenden Bezirkspokalsieger Langenhessen/Crimmitschau verschliefen die Damen der Universitätssportgemeinschaft die Anfangsphase komplett.

Im Angriff leistete man sich gleich einige technische Fehler und hatte zudem bereits nach 3 Minuten 3 Alutreffer zu verzeichnen, doch das eigentliche Problem war, dass man nach diesen Fehlern nicht in die Rückwärtsbewegung kam und daher vom jungen Gästeteam förmlich überrant wurde.

Noch bevor die 6. Spielminute angebrochen war, sah sich das USG-Trainerteam zur Auszeit und einem ordentlichen Weckruf gezwungen. 0:7 stand es da schon aus Chemnitzer Sicht.

Doch die frühe Auszeit verfehlte ihre Wirkung nicht. In den kommenden Minuten biss sich die Mannschaft um Katrin Pilz in die Partie hinein und holte sich Stück für Stück die Spielkontrolle. Besonders das Spiel über den Kreis zeigte viel Wirkung und Debütantin Sina Rackwitz konnte ihre Chance von der linken Außenposition ebenfalls nutzen. In der Abwehr lief man endlich die Tempospielversuche des Gegners zu Nichte. Hatte man diesen Einmal im Positionsspiel, fiel den Gästen nicht viel ein, um die USG-Defensive und Torfrau Fischer zu überwinden. Mit zwei kurz aufeinanderfolgenden 4:0 Läufen hatte man fünf Minuten vor der Pause bereits wieder den 8:8 Ausgleich geschafft. Auch eine Unterzahlsituation überstand man recht glimpflich und ging mit einem Rückstand von 9:10 in die Pause.

Nach dieser erwischte das Heimteam einen Sahnestart. Mit 6 Toren in Folge übernahm die USG die Führung. Besonders Maren Hagedorn wurde immer wieder von ihren Mitspielerinnen am Kreis gesucht und gefunden und schloss erfolgreich ab oder holte Strafwürfe und Zeitstrafen heraus. In den daraufolgenden Minuten gelang es der USG den Vorsprung zu verteidigen. Die Defensive stellte sich wie schon im Pokal als Prunkstück heraus und so konnte man sich sogar den ein oder anderen Fehler in den eigenen Angriffsbemühungen erlauben.

Eine Umstellung der Gästeabwehr sorgte allerdings in der Schlussphase noch einmal für Spannung. Der Gegner kam jetzt wieder zu Ballgewinnen und münzte diese in lange Zeit von der USG unterbundene Gegenstoßtore um. Mehrfach gelang es den Gästen jetzt auf zwei Tore heranzukommen, doch in der Schlussphase sorgten Patricia Dietel und die zweite Debütantin Romy Funke mit Toren von der Halbpositionen für die entscheidende Entlastung im Angriff. Beim 26:22 90 Sekunden vor Schluss war die Partie entschieden. Zwei Gegentore musste man noch hinnehmen, was jedoch am Ende nicht mehr ins Gewicht fällt.

Angesichts einer sehr angespannten Personalsituation muss dieser Leistung allergrößter Respekt gezollt werden, vor allem aufgrund der absolut suboptimalen Anfangsphase. Die Debütantinnen fügten sich super ein und jede Feldspielerin konnte sich in die Torschützenliste eintragen. Am wichtigsten bleibt jedoch die geschlossene Defensivleistung. All dies zeigt, dass in dieser Saison mit den USG-Mädels zu rechnen ist, auch wenn man fairerweise erwähnen muss, dass die Gäste ebenfalls auf die ein oder andere Stammkraft verzichten mussten.

Dennoch: Gelungener Auftakt. Nächste Woche in Limbach nachlegen (aber bitte ohne verschlafene Anfangsphase:P)

USG: Fischer, Stegemann - Behnisch (3/3), Dietel (3), Endler (1), Funke (3), Hagedorn (5), Mauersberger (1), Pilz (7), Rackwitz (3)

MV: Gräfe, Nowacki

Siebenmeter: USG: 3/3         HSG: 2/3

Zeitstrafen:   USG: 4 Min.      HSG: 6 Min

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